Aktuelles, Termine & Veranstaltungen
Eine Reise in die bunte Welt der sozialen Medien mit dem 1. IKOE-Medienworkshop
ewh
„So einfach kann es gehen! Social Media für die interkulturelle Vereinsarbeit nutzen“
Aufschlussreiche Einblicke in die bunte und mitunter komplizierte Welt der sozialen Medien bot der 1. IKOE-Medienworkshop am 7. November im einewelt haus in Magdeburg. Unter dem Titel „So einfach kann es gehen! Social Media für die interkulturelle Vereinsarbeit nutzen“ hatte die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) dazu eingeladen, sich einen Überblick zu verschaffen und die Vor- und Nachteile für den Einsatz in der Vereins- und Projektarbeit kennenzulernen. Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit in ihren Organisationen folgten interessiert den Ausführungen der Referentin, der Fotografin und Dozentin Yvonne Most.
Unter den Teilnehmenden vom Stendaler Migrantenverein e.V. über die Ländliche Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt e.V. bis zum Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Sachsen-Anhalt e.V., Stendaler Migrantenverein e.V. waren Akteurinnen und Akteure, die bereits soziale Medien nutzen, aber auch Interessierte, die noch nicht aktiv in digitalen Netzwerken „unterwegs“ sind, diese aber zukünftig stärker für ihre Vereins- und Projektarbeit einsetzen möchten.
Im Mittelpunkt standen Facebook und Instagram. Darüber hinaus empfahl die Referentin als niedrigschwelligen Kommunikationskanal auch die Nutzung von WhatsApp
Klar wurde auch, dass die Anwendung sozialer Medien die interkulturellen Kompetenzen der Vereine stärker sichtbar machen können. Ein großer Vorteil sei der ständige interaktive Austausch, den die sozialen Medien ermöglichen.
Yvonne Most erläuterte auch viele Detailfragen wie etwa eine Schlagwortsuche mittels Hashtags und das Anlegen eines Facebook-Accounts als „Visitenkarte des Vereins“. Bei einer Praxisübung erstellten die Teilnehmenden Beiträge auf Instagram und Facebook und bekamen vermittelt, wie am effektivsten ein Text geteilt werden kann.
„Ihre Reise geht nach dem Workshop weiter …“, hieß es zum Abschluss. Vor allem sei es wichtig, einen Account auch regelmäßig und mindestens einmal pro Woche zu „bestücken“, empfahl die Referentin. So nahmen die Teilnehmenden viele neue Informationen, Tipps und auch Zuversicht mit: „Ich bin erleichtert, dass es nicht so schwer ist, wie ich befürchtet hatte“, sagte eine Teilnehmerin.
Das Projekt IKOE – Fachstelle Interkulturelle Öffnung und Kompetenzentwicklung Sachsen-Anhalt der AGSA war im Juli in seine vierte Förderphase gestartet. Einen Teilbereich bilden Schreibwerkstätten und Medienworkshops für überwiegend ehrenamtlich wirkende Organisationen zur Stärkung und besseren Sichtbarkeit interkulturellen Engagements.
IKOE-Fachstelle zu Gast an der Hochschule Zittau/Görlitz
Görlitz
Fachverbund OST fördert Innovation und fachliche Expertise an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis
Am 30.11.2023 war die IKOE-Fachstelle Interkulturelle Öffnung und Kompetenzentwicklung der AGSA im Rahmen des „Fachverbund Ost“ zu Gast an der Hochschule Zittau/Görlitz am Standort Görlitz. Das IKOE-Team organisierte dort zusammen mit Studierenden des Studiengang Heilpädagogik / Inclusion Studies einen Workshop zum Thema (Interkulturelles) Konfliktmanagement & Mediation.
Der Workshop gab einen Überblick zu interkulturellem Konfliktmanagement und Mediation im Bereich der Sozialen Arbeit, wobei die Vermittlung von Konfliktlösungs- und Schlichtungstechniken für die spätere Arbeitspraxis im Fokus stand. Die Studierenden trainierten gezielt in Übungen ihre Kommunikations- und Fragetechniken, simulierten in Rollenspielen Konfliktsituationen und übten wertschätzend und allparteilich zu vermitteln.
„Einzelne Methoden [kann ich] in meine Arbeit in der heilpädagogischen Praxis übernehmen“, resümierte im Anschluss eine der Teilnehmenden. „Vor allem das aktive Zuhören nehme ich mir von dem heutigen Tag für meinen Alltag mit“, merkte ihr Kommilitone an.
Mit dem „Fachverbund Ost“ öffnet die IKOE-Fachstelle der AGSA ein Forum für Akteur*innen der interkulturellen Öffnung in den ostdeutschen Bundesländern. Ziel ist die Bündelung und Weiterentwicklung fachlicher Expertise im Rahmen von Netzwerkveranstaltungen, Workshops und Vorträgen, die abwechselnd jeweils in einem der fünf neuen Bundesländer stattfinden. Nach Görlitz in Sachsen findet der nächste Termin in der thüringischen Uni Jena und im Juni 2024 in der Landeshauptstadt unseres Bundeslandes statt.
Koordinierungsstellen vor großen Herausforderungen im ländlichen Raum
Gardelegen
Nach dem Neustart im Juli dieses Jahres hat das IKOE-Projekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) am 16. und 17. November 2023 seine mittlerweile 11. IKOE-Ideenwerkstatt ausgerichtet. Veranstaltungsort für das bewährte zweitägige Treffen der Koordinierungsstellen für Integration bzw. Migration war das Hotel Reutterhaus in der altmärkischen Hansestadt Gardelegen.
Zum Auftakt des ersten Tages erläuterte der AGSA-Geschäftsführer Krzysztof Blau unter anderem Projekte der AGSA, die den ländlichen Raum, die EU und die Jugend als Schwerpunkt haben. Unter den Teilnehmenden war auch Dirk Gödde vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalts, der sich rege mit den Koordinatorinnen und Koordinatoren austauschte.
Zu Gast war am zweiten Tag Bürgermeisterin Mandy Schumacher, die zunächst Gardelegen und dessen Herausforderungen vorstellte – Gardelegen ist flächenmäßig die drittgrößte Stadt in Deutschland, aber mit 49 Ortsteilen eher ländlich geprägt. In der anschließenden Diskussion hieß es dann von Teilnehmenden, dass die Kommunen vor allem im ländlichen Raum ein „Integrationsmotor“ seien. „Der ländliche Raum stirbt ohne Zuwanderung“, fasste ein Koordinator zusammen.
In einem Impulsvortrag ging Moderator Gavin Theren vom IKOE-Projekt auf die kommunale Verwaltung im Kontext des demographischen Wandels ein; so sei aufgrund der Bevölkerungsverluste die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums gefährdet. Dazu biete die Interkulturelle Öffnung in der Verwaltung eine „Notwendigkeit und Chance“.
In Themencafés fokussierten sich die Koordinierungsstellen auf den kollegialen Austausch zu Best Practice Projekten in den einzelnen Kommunen. Die Koordinatorinnen Anna Lena Hemmer und Susi Neupert aus dem Burgenlandkreis und stellten das Integrationsnetzwerk des Kreises sowie eine digitale Plattform „Community Netzwerk“ vor, die sich derzeit in der Testphase befindet. Die Internetseite soll einen Überblick über Veranstaltungen bieten, zudem können sich Netzwerk-Mitglieder dort Dokumente zur Verfügung stellen und sich austauschen. Informationen, die bislang per E-Mail verschickt werden, können dort künftig in einem Blog auf der Internetseite geteilt werden. Die Plattform soll Menschen zusammenbringen, ohne durch den ganzen Landkreis fahren zu müssen. Weitere Berichte kamen aus den Landkreisen Salzwedel und Stendal.
Diskutiert wurde zum Abschluss über die Inhalte und Themen der nächsten Ideenwerkstatt Anfang 2024 und es wurde Bilanz der 11. Werkstatt gezogen. Einig waren sich die Teilnehmenden, dass die Ideenwerkstatt einen optimalen Austausch der Koordinierungsstellen mit dem Land bietet.
So fanden die Teilnehmenden viele lobende Worte für das Veranstaltungsformat. Bei den Ideenwerkstätten werde ein Rahmen gesetzt, der auch der einen geschützten Raum für internen Austausch biete und professionell moderiert werde, hieß es zum Beispiel. Dieser regelmäßige Austausch sei enorm wichtig und stärke das kollegiale Gefühl, wurde von Teilnehmenden betont. Künftige Ideenwerkstätte sollten auch thematische Schwerpunkte setzen. Empfohlen wurde mit Blick auf das Land unter anderem eine stärkere Mitbestimmung und Beteiligung der Koordinierungsstellen bei der Umsetzung des Landesintegrationskonzeptes.