Wichtige Erläuterung zu den Diskussionspapieren

für die Regionalkonferenzen zum Landesintegrationskonzept

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Teilnehmende der Regionalkonferenzen,

der Landesintegrationsbeirat hat die Erarbeitung eines Landesintegrationskonzeptes (LIK) angeregt. Dies wurde durch die Landesregierung positiv aufgenommen und in der Kabinettssitzung vom 18.06.2019 beschlossen. In dem zu erarbeitenden LIK sollen Herausforderungen und Chancen der Integration von Zugewanderten benannt, Ziele und Aufgaben festgelegt und Vorhaben konkretisiert werden. 

Laut dem o.g. Beschluss soll hierzu ein breitangelegter und mehrstufiger Beteiligungsprozess stattfinden. Hierfür wurde eine Steuerungsgruppe zur Erarbeitung des LIK eingerichtet, die zu jedem der acht Handlungsfelder des zukünftigen Konzeptes eine Unterarbeitsgruppe gebildet hat. 

Die Unterarbeitsgruppen (UAGen) wurden durch Vertreter/innen und Expert/innen der Landesverwaltung, Kommunalen Spitzenverbänden, Behörden, Institutionen, Migrantenorganisationen sowie zivilgesellschaftlichen Akteure der Integrationsarbeit paritätisch besetzt. Das Ziel der UAGen bestand darin, jedes Handlungsfeld konkret auf die bestehenden Bedarfe zu untersuchen und Vorschläge für Leitsätze, Leitziele und Maßnahmen in einem Diskussionspapier zu formulieren bzw. zusammenzutragen. 

Die in den Diskussionspapieren dargestellten Leitsätze, Leitziele und Maßnahmen sind keine unverrückbaren Festlegungen für das Landesintegrationskonzept,sondern fassen wichtige Themen der Diskussion in den Unterarbeitsgruppenzusammen. Sie sind damit als fachlich fundierte Anregung und Diskussionsgrundlage für die Regionalkonferenzen zu verstehen. Über einige der in den Papieren genannten Vorschläge konnte in den Unterarbeitsgruppen bisher kein Konsens erzielt werden, da sie zum Teil wiederstreitende Interessen einzelner Teilnehmenden der  Unterarbeitsgruppe zum Ausdruck bringen. Auch zu diesen strittigen Fragen einen guten Kompromiss zu finden, muss Zielsetzung des weiteren Diskussionsprozesses zum Landesintegrationskonzept sein. 

Für Ihre Anregungen und Hinweise zum Inhalt der Diskussionspapiere stellen wir eine Matrixvorlage (Wort-Datei) zur Verfügung, die von Ihnen - gerne im Vorfeld der Konferenzen - ausgefüllt und in der Regionalkonferenz abgegeben/beraten werden kann. Diese Matrix gibt Ihnen die Möglichkeit, sich zu den im jeweiligen Diskussionspapier vorgeschlagenen Leitsätzen, Leitzielen und Maßnahmen schriftlich zu äußern bzw. Ergänzungen und Änderungen anzuregen und mögliche Verantwortlichen (aus Verwaltung, Trägerlandschaft und zivilgesellschaftlichen Akteuren, etc.) für jede Maßnahme vorzuschlagen. 

Nach den Regionalkonferenzen werden die Anregungen und Hinweise ausgewertet, in die erste überarbeitete Entwurfsfassung des Konzeptes aufgenommen und der Steuerungsgruppe zur Beratung und Abstimmung auf Arbeitsebene zur Verfügung gestellt. Werden seitens der Steuerungsgruppe noch Änderungen und Ergänzungenvorgenommen, wird der Entwurf des LIK entsprechend überarbeitet.

Die Mitzeichnung der Ministerien erfolgt im ersten Quartal 2020.


Regionalkonferenzen zum Integrationskonzept Sachsen-Anhalt

Die Einwanderungssituation in Sachsen-Anhalt hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Sowohl Schutzsuchende aus Kriegs- und Krisenländern als auch europäische Zuwandernde kommen verstärkt nach Sachsen-Anhalt, um hier zu studieren, zu arbeiten und zu leben. Damit verändern sich die Anforderungen an eine gelingende Integrationsarbeit.

Deshalb hat sich das Land Sachsen-Anhalt auf den Weg gemacht, ein zukunftsorientiertes Integrationskonzept zu erarbeiten. Das neue Konzept reagiert somit auf die neuen Herausforderungen bei der Planung und Steuerung der Integrationspolitik für Geflüchtete und Zugewanderte in Sachsen-Anhalt. Gleichzeitig soll es Verbesserungspotenziale aufzeigen sowie Leitziele und Maßnahmen formulieren, die der Landesregierung und den gesellschaftlichen Akteuren als zukünftige integrationspolitische Orientierung dienen.

In einem offenen Beteiligungsprozess möchte das Land gemeinsam mit Kommunen, Migrantenorganisationen, Verbänden und Engagierten die veränderten Bedarfe herausarbeiten und in Handlungsansätze für das neue Integrationskonzept überführen. Hierzu sind bereits Fachleute und Akteure in acht thematischen Unterarbeitsgruppen tätig gewesen. Deren Arbeitsergebnisse wollen wir im Rahmen der Regionalkonferenzen vorstellen und mit Ihnen gemeinsam beraten.

Die vier landesweiten Konferenzen richten sich an Kommunalpolitik und Verwaltung, Kammern und Wirtschaftsverbände, kommunale Koordinierungsstellen und Beauftragte für Integration, an Engagierte aus der Zivilgesellschaft, aus Vereinen, Schulen, Kitas, Seniorenverbänden, Integrationsnetzwerken und -bündnissen, an Vertreter der Religionsgemeinschaften sowie Migrantenorganisationen.

Wir laden Sie ein: Beteiligen Sie sich an dem Diskussionsprozess! Unterstützen Sie mit Ihrer Expertise die gemeinsame Ausgestaltung des neuen Landesintegrationskonzeptes.

Es finden insgesamt vier Regionalkonferenzen an unterschiedlichen Orten bzw. Regionen in Sachsen-Anhalt statt.  

An allen vier Standorten werden alle acht Handlungsfelder des Integrationskonzepts zur Diskussion gestellt und anschließend ergebnishaft ausgewertet.

12.09.2019, IHK Magdeburg

Hauptgeschäftsstelle Alter Markt 8
39104 Magdeburg
Eingang Alter Markt

18.09.2019, Bauhaus

Stiftung Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau
Aula (Großer Saal)

24.09.2019, Landratsamt Kreis Stendal

Hospitalstraße 1-2
39576 Stendal
Bürgerhalle

26.09.2019, Literaturhaus Halle

Bernburger Straße 8
06108 Halle/Saale
Großer Saal