Die Schere im Kopf vermeiden ...

Interkultureller Kalender "13 Kaleidoskop" (AGSA e.V., IKOE)

Das IKOE-Projekt "Interkultureller Kalender" lässt sich zusammengefasst wie folgt beschreiben:

Kaleidoskop: von griechisch kalos (‚schön‘) und eidos (‚Gestalt‘), wörtlich eigentlich ‚Schönbildschauer‘. In der Regel ein Spielzeug, bei dem sich beim Drehen bunte Glassteinchen zu verschiedenen Mustern und Bildern anordnen.“ (DUDEN)

  • „13 – Kaleidoskop“ ist ein Teamprojekt zum Thema Interkultur: Thema mit Variationen, ohne die Ideen mit Begrifflichkeiten zu jagen oder von vornherein zu lähmen.
  • 13 internationale Illustratorinnen und Illustratoren besetzen in voneinander unabhängigen Facetten den Bildraum zu ‚Interkultur‘ und geben in der Kombination von Bild und Kurztext oder Spruch den Ansporn zu freien Neuassoziationen von Bekanntem wie Unbekanntem.
  • Es geht um Irritation gängiger Klischees, um Anstiften zu anderer Sicht und überraschendem Blickwechsel. Ausgehend von dem Gedanken, dass eingespielte Wahrnehmungs- und Interpretationsmuster durch künstlerische ‚Kaleidoskopik‘ am kräftigsten ihrer fixen Grenzen, ihrer scheinbaren Selbstverständlichkeit beraubt werden können.
  • Die Kalenderform ist kein strenges Schema, eher ein Gedankengeländer, das die Wegform unauffällig begleitet – mehrsprachig.
  • 13 Monate ergeben sich als mögliches Kalendarium, wenn man beispielsweise den Mondkalender mit in Betracht zieht. Wie die Einteilung des Jahres und Kalenders beruhen auch Gedankenmuster auf Rubrizierungen, Gewohnheit, bereitwilliger Fixierung auf Willkürliches oder Überkommenes. Wann beginnt jedem sein Jahr? Mit dem Monate und Jahreszeiten übergreifenden ‚Quermonat‘ (Schwendtage) wird das Signal und Angebot zum kurzweiligen wie kurzzeitigen Verlassen des gängigen okzidentalen Kalenderschemas gegeben.
  • Das Drehprinzip der eigenen Gedanken zu kulturellen Aspekten eingelöst durch 13 zyklische Monate, beginnend mit dem Monat Juni: Es funktioniert als Spiel im Kopf. Der interkulturelle Blick ist dabei das, was jeder in seinem eigenen Blick mitträgt und ‚mitsieht‘, die grundlegende Optik. Wird der interkulturelle Blick durch ‚Drehen‘ aktiviert, werden Muster und Bilder in Schwung gebracht, gehen die Schemata auf Reisen, lösen ihre starren Konturen sich auf, formieren sich bewegliche Umrisse neu …
  • Gäbe es eine Botschaft, würde sie lauten: Drehen, Sich-Drehen, Beweglich-Blei- ben. Die Muster immer wieder von selbst neu anordnen, immer wieder sich neu formieren lassen. Wer sich nicht bewegt, dreht sich womöglich im Kreis …