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Gelungene Verknüpfung der bisherigen Ausbildungsmodule: Ein Rückblick auf die AGSA-IKOE-Trainer*innenqualifizierung

Das nunmehr siebte Modul der AGSA-IKOE-Trainer*innenqualifizierung „Systemische Organisationsberatung im interkulturellen Kontext“ fand vom 14.-16. Mai in Magdeburg mit der Referentin Silke Riesner statt.

Interkulturelle Organisationsberatung auf Probe

Für den letzten Feinschliff versammelten sich vom 14.-16. Mai 2020 die zukünftigen interkulturellen Berater*innen zur AGSA-IKOE-Trainer*innenqualifizierung „Systemische Organisationsberatung im interkulturellen Kontext“ in Magdeburg. 
„In den letzten 1,5 Jahren der Qualifizierung setzten sich die Teilnehmer*innen mit verschiedenen Aspekten der systemischen Organisationsberatung auseinander. Sie erlernten die Grundlagen von Veränderungsprozessen und setzten sich mit der systemischen Berater*innenrolle, interkulturellen Öffnungsprozessen sowie Prozessbegleitung auseinander. Zum Ende der Ausbildung legen wir nun den Schwerpunkt auf Praxis- und Plannungsübungen“, erklärt Dr. Katja Michalak von der IKOE-Projektleitung das Ziel des siebten Moduls.

Gemeinsam mit der Referentin Silke Riesner (Berlin) überführten die zukünftigen Interkulturellen Prozessberater*innen die bisher erlernten Systemischen Organisationsberatungskonzepte, Abläufe und Maßnahmen in die Praxis; erprobten unterschiedliche Werkzeuge und mögliche Moderationsleitfäden für eine interkulturelle Organisationsberatung in der Verwaltung. 
Entlang der Phasen einer Organisationsberatung übten die Teilnehmenden Schritt für Schritt mögliche Prozessschritte. Anhand eines Praxisbeispiels wurde eine Auftragsklärung simuliert. In der Auftragsklärung wird der Rahmen des Prozesses abgesteckt sowie mögliche Ziele und Grenzen definiert. Welche Struktur ein Veränderungsprozess braucht und aus welchen Gestaltungselementen er sich zusammensetzt, kann dabei nicht pauschal definiert werden, sondern erfolgt immer individuell in Abstimmung mit den jeweiligen Akteuren. Durch ein Rollenspiel wurden sowohl die Berater*innenperspektive als auch die der Kund*innen spürbar und mögliche Herausforderungen sichtbar. Was macht eine gut strukturierte Auftragsklärung aus? War hierbei nur eine der Fragen die in den Gruppen besprochen und diskutiert wurden.

Berater*innen als Impulsgeber in Veränderungsprozessen
Doch in der Weiterbildung ging es über mögliche Vorgespräche hinaus. Die für einen Veränderungsprozess notwendige Bestandsaufnahme wurde zum Beispiel anhand von Kraftfeldanalysen erprobt. Wobei der Grad zwischen Beratung und Vermittlung von Expertenwissen schmal ist. Die Referentin Silke Riesner betont in diesem Zusammenhang die unterschiedlichen Rollen innerhalb der Veränderungsprozess „Die Berater*in bringt in erster Linie Methoden – Know-How zur Steuerung von Veränderungsprozessen in die Beratung ein und gestaltet auf diese Art das ‚Wie‘, und weniger das ‚Was‘ “ Die Verantwortung über die zu bearbeitenden Themen und spezifische Veränderungsmaßnahmen werden immer von den Beteiligten des Prozesses bearbeitet und verantwortet. Ein weiteres wesentliches Element der Weiterbildung stellte das Beratungsdesign dar, d.h. die Struktur und der Aufbau von möglichen Maßnahmen innerhalb eines Veränderungsprozesses. 
„Dieses Modul war für mich genau die Brücke die mir gefehlt hatte. In den letzten Tagen haben wir es in dieser wundervollen Gruppe und dank der Trainerin geschafft die Ausbildungsmodule zu verknüpfen. Es wurde spürbar, wie es sein könnte später als Beraterin zu arbeiten. Für mich könnte es jetzt gerne losgehen“, resümiert Katja Paulke vom Team IKOE.

Übrigens: Anfang Juni wird die Trainer*innenqualifizierung mit einem letzten Praxismodul abgeschlossen, hierbei wird dann die ‚Architektur‘ von Organisationsberatungsprozess praxisnah unter die Lupe genommen und am Ende die Abschlusszertifikate übergeben.

AGSA e. V. IKOE
Katja Paulke (AGSA, IKOE)